Gemeindegesetz

Neubewertung Verwaltungsvermögen

Mit der neuen Rechnungslegung soll die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dargestellt werden. Für die Anpassung der Rechnungslegung wurden in den §§ 179 - 180 des Gemeindegesetzes Bestimmungen zur Eingangsbilanz erlassen.

Durch die Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Neubewertungen von Vermögen und Verpflichtungen vorzunehmen (sogenanntes Restatement). Dadurch sind das Finanzvermögen, die Rückstellungen und die Rechnungsabgrenzungen neu zu bewerten. Das Verwaltungsvermögen kann, muss jedoch nicht neu bewertet werden.

Das Gemeindegesetz gibt zum Umgang mit dem Verwaltungsvermögen zwei Möglichkeiten vor: Im Falle einer Neubwertung wird das Verwaltungsvermögen unter Berücksichtigung der effektiven Anschaffungs- oder Herstellungskosten spätestens ab 1986 neu bewertet und aufgewertet. Die Anlagen werden ab Nutzungsbeginn über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Wird auf eine Neubewertung verzichtet, wird der Buchwert es Verwaltungsvermögens auf die ermittelten Restbuchwerte der Anlagen aufgeteilt und über die verbleibende Restnutzungsdauer linear abgeschrieben.

Für die Umsetzung hat das Gemeindeamt ein entsprechendes, excelbasiertes Tool erstellt. Dieses Restatement-Tool steht den Gemeinden zur freiwilligen Anwendung zur Verfügung. Mit dem Tool können die künftigen linearen Abschreibungen sowie die Bilanzwerte im Umstellungszeitpunkt berechnet werden.

Restatement-Tool

Für die Umsetzung hat das Gemeindeamt ein entsprechendes, excelbasiertes Tool erstellt. Dieses Restatement-Tool steht den Gemeinden zur freiwilligen Anwendung zur Verfügung. Mit dem Tool können die künftigen linearen Abschreibungen sowie die Bilanzwerte im Umstellungszeitpunkt berechnet werden.

Hinweis: Das Restatement-Tool muss mit "Speichern unter" am lokalen Arbeitsort abgespeichert werden, da ansonsten Datenbezüge im Exceltool verloren gehen können. Zudem müssen die Makros Elemente aktiviert werden (Sicherheitseinstellungen).

Zur Veranschaulichung stehen ein Beispiel einer politischen Gemeinde sowie ein Beispiel einer Schulgemeinde zur Verfügung.

Als Hilfestellung für die Auswahl der Anlagekategorie und der Nutzungsdauer, wurden die Anlagekategorien des Mindeststandards mit Beispielen ergänzt.